4. August 2021

Bewerbung und Auswahlverfahren

Bei der Polizei kann sich jeder deutsche Staatsangehörige oder aber auch ein Staatsangehöriger aus einem anderen EU-Mitgliedsland bewerben. Wichtig ist, dass keine Vorstrafe vorliegt, allenfalls ist keine Bewerbung mehr möglich. Zudem muss die Körpergröße stimmen. Aktuell sind mindestens 1,60 m gefordert, aber dies ist auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. In einigen Bundesländern werden auch 1,68 m gefordert. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell keine Mindestkörpergröße. Tätowierungen und Piercings an sichtbaren Bereichen sollten vermieden werden. Tätowierte Gesichter, Hälse und Hände sind ein Knock-Out-Argument. Das Gleiche gilt für Piercings. Bei chronische Krankheiten kommt es darauf an, um welche es sich genau handelt. Wer gesund und fit ist und sonst alle grundlegenden Voraussetzungen erfüllt, hat gute Karten für eine Polizeiausbildung.

Schulische Voraussetzungen für eine Bewerbung bei der Polizei

Für den gehobenen Dienst sollte mindestens die Fachhochschulreife, besser noch die Hochschulreife vorliegen. Für den mittleren Dienst hingegen reicht die Mittlere Reife. Eine Bewerbung für den Polizeiberuf ist nur mit einem Hauptschulabschluss möglich, wenn zudem eine abgeschlossene Berufsausbildung vorliegt.

Was muss alles bei der Bewerbung eingereicht werden?

  • tabellarischer Lebenslauf
  • ausgefülltes Bewerbungsformular, was heruntergeladen werden kann
  • Dokumente wie Personalausweis, Führerschein usw.

Der Einstellungstest

Generell gilt der Einstellungstest mit dem Auswahlverfahren als größte Hürde bei der Bewerbung. Wer diesen besteht, dem steht für eine Ausbildung bei der Polizei nichts mehr im Wege. Der Einstellungstest besteht aus einem Wissenstest, einer Polizei-ärztlichen Untersuchung und einer Sportprüfung, wobei die Sportprüfung in der Regel als die wohl schwierigste Prüfung beim Einstellungstest gilt.

Der polizeiliche Wissenstest

Der Wissenstest fordert unter einer bestimmten Zeitvorgabe die deutsche Grammatik, Orthographie und Interpunktion neben mathematischen Aufgaben, Allgemein- und Fachwissen sowie visuelles Denkvermögen ab. Geprüft werden zudem logisches Denken, die Reaktionsschnelligkeit, die Konzentrations- und Merkfähigkeit sowie die Allgemeinbildung. Die höchste Durchfallquote liegt beim Modul Grammatik, Orthographie und Interpunktion. Wer bei diesem ersten Test durchfällt, der scheidet aus dem Auswahlverfahren aus.

Der Sporttest

Der Sporttest gilt als der schwierigste Teil des Eignungstests, denn hier werden die Ausdauer und der Hürdenlauf unter Beweis gestellt. Einige Landespolizeien haben auch Klimmzüge und Liegestütze im Programm. Andere fordern zudem noch sportliche Abzeichen. Auf den Sporttest lässt sich zu Hause sehr gut vorbereiten. Ohne eine Vorbereitung stehen die Chancen beim Eignungstest schlechter, da die Konkurrenz bekanntlich nicht schläft. Und diese gilt es zu schlagen.

Das Vorstellungsgespräch bei der Polizei

Beim Vorstellungsgespräch werden in erster Linie Fragen zur Persönlichkeit und Motivation gestellt. Die Frage zu den Schwächen und Stärken kann ebenso vorkommen. Daher ist es wichtig, sich zu Hause auf typische Fragen vorzubereiten.

Das Assessment-Center: Rollenspiel

Wer bis hierhergekommen ist, der hat bereits gute Karten. Nun geht es um die kommunikativen Fähigkeiten. In erster Linie stehen hier Konfliktgespräche, Gruppendiskussionen und Gruppenaufgaben auf den Plan. Teamfähigkeit wird bei der Polizei vorausgesetzt, aber auch selbstständiges Arbeiten. Gewöhnlich finden Rollenspiele statt. Dabei werden von den Prüfern insbesondere die sozialen Kompetenzen und die dargebotenen Problemlösungen näher betrachtet. Wer sich vorbereiten möchte, kann zu Hause bereits Gruppen- und Rollenspiele mit Familienmitgliedern und Freunden üben.

Die Polizei-ärztliche Untersuchung

Bei der Polizei-ärztlichen Untersuchung wird in erster Linie danach geschaut, inwieweit der Polizeidienst möglich ist. Dabei werden in der Regel ein Hörtest, ein Sehtest, ein EKG, eine Lungenkapazitätsmessung, ein Drogenscreening, Urinproben und Bluttests sowie der Body-maß-Index erhoben und durchgeführt. Die Körpergröße spielt hier eine entscheidende Rolle. Wer zu klein ist, aber dennoch kerngesund und fit, wird dennoch nicht zum Polizeidienst zugelassen. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern. Hier gibt es aktuell keine Mindestkörpergröße zu beachten.

Die Gesamtpunktzahl

Alle Tests werden mit Punkten benotet. Zum Schluss entscheidet die Gesamtpunktzahl über die Zulassung zum Polizeiberuf. Wer also viele Punkte erreicht hat, darf sich über eine Ausbildung bei der Polizei freuen.

Wie kann man sich bei der Polizei bewerben?

Wichtig zu wissen ist, dass jedes Bundesland und auch der Bund eigene Bewerbungsverfahren haben, die voneinander abweichen können. Auch die Dauer des Auswahlverfahrens ist unterschiedlich geregelt. In Nordrhein-Westfalen können drei Tage eingeplant werden, in anderen Bundesländern wiederum nur ein Tag. Die Bewerbung wird direkt an die Landespolizeistelle geschickt. Diese eröffnet in der Regel auf der entsprechenden Webseite ein Bewerbungsverfahren mit allen Informationen.

Die Bewerbungsanlaufstellen der Landes- und Bundespolizei

Bewerbungsportal Polizei NRW

Bewerbung Polizei Baden-Württemberg

Niedersachsen Polizei Bewerbung

Bewerbungsportal Polizei Schleswig-Holstein

Karriereportal bei der Polizei Hamburg

Bewerbungsportal für den Bundesdienst

Bewerbungsverfahren Polizei Hessen

Bewerbung und Einstellung bei der Berliner Polizei

Bewerbungsportal Polizei Rheinland-Pfalz

Einstellung bei der Polizei in Bayern

Polizeiausbildung in Mecklenburg-Vorpommern

Bewerbungsportal Bremen Polizei

Polizeistart in Thüringen

Polizeifachschule Sachsen-Anhalt

Polizeibewerbung in Sachsen

Bewerbung bei der Polizei Saarland

Bewerbung für den Polizeiberuf Brandenburg

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